Die Mongolei – ein kleiner Staat in Zentralasien

16. März 2011 17:23

Steile Berghänge in der Gobiwüste in der MongoleiDie Mongolei ist ein Staat inmitten von Asien. Der Binnenstaat befindet sich zwischen Ost-, Nord- und Zentralasien, grenzt direkt jedoch nur an zwei Länder an. In nördlicher Richtung ist dies Russland, in südlicher Richtung China. Als Binnenstaat wird ein Staat bezeichnet, welcher an kein Meer angrenzt. Nicht selten kommt es zu Verwechslungen mit der Inneren Mongolei, welches ein autonomes Gebiet innerhalb von China darstellt. Der eigenständige Binnenstadt wird deshalb auch als Äußere Mongolei bezeichnet.

Ein großes Land mit wenigen Einwohnern

Das Land an sich ist riesengroß. Von der Fläche her gesehen, ist die Mongolei etwa viermal so groß wie Deutschland. Dennoch leben hier lediglich so viele Menschen wie bei uns in Berlin, also ca. 3 Millionen. Die Mongolei ist damit ein sehr dünn besiedeltes Land. Alleine in der Hauptstadt Ulaanbaatar wohnt etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Ulaanbaatar, was übersetzt soviel wie „roter Held“ bedeutet ist gleichzeitig auch das Zentrum für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die Hauptstadt ist ungefähr so groß wie das Saarland, was flächenmäßig gesehen, für eine Stadt sehr groß ist. Das Klima in der Mongolei ist für uns Mitteleuropäer sehr ungewöhnlich. Im Winter ist es sehr kalt. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen im Schnitt gerade mal minus 25 Grad Celsius. Im Sommer betragen die Temperaturen angenehme 20 Grad Celsius. Das ganze Jahr über herrschen extrem große Temperaturschwankungen, auch die Unterschiede zwischen Tag und Nacht sind sehr groß und betragen mitunter 32 Grad Celsius. Zum Vergleich beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur in Berlin ca. 9 Grad, in Ulaanbaatar sind es minus 2 Grad Celsius.

Religion und Bildung sind ein wichtiges Gut

Die Hauptreligion in der Mongolei ist der Buddhismus. Der Buddhismus wurde zwar mehrmals ausgelöscht und wieder eingeführt, jedoch ist sie seit 1991 wieder die am stärksten vertretene Religion. Die ursprüngliche Glaubensform war allerdings eine andere. Vor dem Jahr 1575 war der Tengrismus die Glaubensform aller zentralasiatischen Steppenbewohner. Der Tengrismus ist eine Form des Schamanismus, welcher im Laufe der Jahre aber immer mehr unterdrückt wurde. In der heutigen Mongolei herrscht ein allgemein gutes Bildungssystem. Die Alphabetisierungsrate zählt zu den höchsten weltweit. Insgesamt können 97,8 % aller Einwohner lesen und schreiben. Kinder werden mit sieben Jahren eingeschult. Für sie besteht eine acht jährige Schulpflicht.

Die wirtschaftliche Nutzung

Die Vegetation der Mongolei besteht überwiegend aus Taige, Steppe und Wüste. Auch der Boden des gesamten Landes ist sehr karg und wenig nährstoffreich. Ackerbau wird deshalb hier nur sehr selten betrieben, die Viehwirtschaft hat jedoch eine stärkere Bedeutung. Allerdings sind die Arten der Nutztiere auf genau 5 Stück begrenzt. Gehalten werden lediglich Schafe, Pferde, Ziegen, Kamele und Yaks. Das Yak ist bei uns relativ unbekannt, da es ausschließlich in Zentralasien lebt. Häufig wird das Yak auch als Tibetischer Grunzochse bezeichnet, was an den grunzenden Lauten liegt, welche das Yak von sich gibt. Männliche Yaks sind um einiges größer und schwerer als ihre weiblichen Artgenossen. Die Widerristhöhe kann bis zu 2 Metern betragen, eine Yak-Kuh wird dagegen nur ca. 1,50 Meter groß. In der freien Natur leben noch viele andere Tierarten, dazu zählen unter anderem Hermeline, Gazellen, Murmeltiere, Wölfe und Wildkatzen. Eine Besonderheit stellt das Przewalski-Pferd dar. Diese Art der Urwildpferde galt bereits als ausgestorben, jedoch konnte es in der Mongolei erfolgreich ausgewildert werden.

Foto: Pius Lee – Fotolia.com

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