Die Geschichte der Mongolei beginnt bereits im Altertum und der Antike. Damals lebten jedoch fast ausschließlich Nomaden in der Mongolei, welche sich der Viehzucht angeschlossen hatten. Nomaden sind Völker oder Gruppen, die keine sesshafte Lebensweise führen und deshalb immer umher-ziehen. Diese nicht sesshafte Lebensweise ist auf kulturelle und ökonomische Gründe zurück-zuführen, bzw. auf eine andere Weltanschauung.
Zeit der Plünderungen
Die damalige Zeit war aber auch von Plünderungen und Ausbeutungen geprägt. Mehrfach kam es zu Angriffen, welche bis ins Mittelalter hineinreichten. Erst dann schaffte es Dschingis Khan sein Volk zu vereinen und das größte Reich der Geschichte zu errichten. Das Landreich der Mongolei hatte damals eine Größe von 26.000.000 km², wozu unter anderem Teile des Kaiserreiches China, Russlands, Ungarn und Persiens gehörten. Der Enkel von Dschingis Khan, Kublai Khan, errichtete 1271 in China die Yuan-Dynastie. Dabei handelte es sich um mongolisches Kaiserhaus, welches über China regierte. Die Verwaltung von Tibet wurde fortan durch buddhistische Mönche übernommen. Ein weiterer Nachkomme Dschingis Khans, Dayan Khan, errichtete auf mongolischem Gebiet eine neue Staatsform, welche jedoch um 1691 an China überging.
Die Unabhängigkeit und die Zerstörung des Buddhismus
Als diese Dynastie endgültig zusammengebrochen war, erklärte die Mongolei ihre Unabhängigkeit. Die damalige sowjetische Führung wollte aus der Mongolei einen eigenen unabhängigen Staat machen und vernichtete dabei fast vollständig die frühere nomadische Viehwirtschaft, was zu einem wirtschaftlichen Einbruch führte. Unter der Führung Stalins wurden um 1937 und 1938 über 38.000 Mongolen ermordet. Im Zuge dessen wurden ebenfalls sämtliche buddhistische Klöster zerstört. Im Laufe der Zeit entwickelte sich schließlich in der Mongolei eine Demokratie, welche heute stärker ist als die Demokratie in allen anderen Ländern Zentralasiens. Auch der Buddhismus konnte wieder aufleben und nacheinander wurden die zerstörten Klöster wieder errichtet. Die Wirtschaft erlangte neuen Schwung, welcher jedoch 1999 wieder zugrunde ging. Nach einer langen Dürre und einem anschließenden harten und langen Winter, kam die Landwirtschaft fast völlig zum Erliegen.
Die heutige Mongolei
Aufgrund der kargen Landschaft wird auch heute noch wenig Ackerbau in der Mongolei betrieben, die Viehwirtschaft hat dagegen wieder an Bedeutung gewonnen. Die Haltung von Ziegen, Schafen, Pferden, Yaks und Kamelen ist perfekt aufeinander abgestimmt, ebenfalls hat die Rohstoffgewinnung in der Mongolei eine große Bedeutung. Sie zählt zu eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Abgebaut werden nicht nur Kohle oder Kupfer, auch Gold, Erdöl, Silber und sogar Diamanten werden gewonnen. Zu Deutschland besteht eine starke wirtschaftliche Beziehung. Kaschmir und auch tierische Produkte werden zu großen Teilen nach Deutschland exportiert. Etwa ein Drittel der gesamten Bevölkerung der Mongolei lebt in Armut, dennoch herrscht eine hohe Bildungsquote. Fast alle Mongolen können lesen und schreiben, Kinder müssen ab sieben Jahren zur Schule gehen. Ähnlich wie in Deutschland herrscht auch in der Mongolei eine Schulpflicht, welche 8 Jahre andauert. Der Buddhismus ist heute wieder die wichtigste Religion im Land. Auch wenn fast alle Klöster zerstört wurden, stehen heute wieder rund 100 Klöster und Tempel den Buddhisten zur Verfügung. Aber nicht alle Einwohner stehen hinter dem Buddhismus. Einige beäugen die Entwicklung eher skeptisch. Ein kleiner Teil der Bevölkerung sind Anhänger des Islams, ein weiterer findet ihren Glauben in der katholischen Kirche.
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